Feiern führt in die Armut!

Wie nun? Alles sehr seltsam. Zuletzt wurde die Behauptung aufgestellt, dass Jesus ein Partyanimal sei und sich durch das Neue Testament gefeiert hat und nun dies. Man soll doch Spaß im Leben haben war ebenfalls zu lesen. Gerade eben haben wir ja das Wochenende hinter uns und der eine oder andere wird den Samstag gut genossen haben. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden, auch wenn der Samstag erst Sonntag morgens endete. So, und nun dieser Vers. Schon wieder ein Widerspruch der Bibel?

Widerspricht sich die Bibel – schon wieder?

Es mag so klingen und vordergründig auch so den Anschein haben. Und vielleicht ist das auch ein Grund, warum so wenige Menschen etwas mit der Bibel anzufangen wissen oder anfangen wollen. Doch um Gottes Wort – nichts weniger finden wir ja in der Bibel – verstehen zu können, müssen wir etwas mehr ausholen als nur einen einzelnen Vers zu betrachten.

Langer Rede kurzer Sinn: Selbstverständlich steht der heutige Facebook-Vers nicht im Widerspruch zu dem vorher gesagten. Sehen wir uns also den Vers nochmals an:

Lass dich nicht mit Menschen ein, die sich mit Wein betrinken oder sich voll fressen, denn sie sind auf dem sicheren Weg in die Armut. Zu viel Schlaf kleidet einen Menschen in Lumpen.
Sprüche 23,20.21

Wenn Sie so wollen, spannt dieser Vers einen Bogen aus den Versen, die in den Artikeln “Mehr ist besser?“, “Ein fades Leben” und “Wasser zu Wein” gespannt wurde. Spaß haben ja, aber alles mit Maß und Ziel. Also, Samstag durchfeiern ist schon ok, aber nicht jeden Samstag! Wer zu viel feiert und dabei zu viel trinkt hat am nächsten Tag einen Kater und kann sich nicht konzentrieren, kann nicht arbeiten oder lernen. Seien wir ehrlich, wer kennt das nicht. Mal ganz zu schweigen von den “Gedächtnislücken”, die man nach einer “harten” Nacht hat. Kann ja auch nicht nur lustig sein, oder?

Das rechte Maß finden.

Wie so vieles im Leben geht es um das rechte Maß. Zuviel Wein (Alkohol) ist schlecht, gesundheitlich aber auch für die Beziehung zu (geliebten) Menschen und auch finanziell. Natürlich spricht nichts gegen ein paar Gläser Wein oder Bier bei einer Feier. Wie es eben auch Jesus getan hat. Zur rechten Zeit. Jedoch nicht jeden Tag oder jeden Samstag. Saturday Night Fever mit Koma-, Kübel- und wer weiß was noch Saufen ist damit aber keinesfalls gemeint.

Häufig wird der Bibel vorgeworfen, eine geheim-kommunistisches Werk zu sein. Man soll geben und nicht nehmen, man soll sich begnügen, teilen, Armut, etc. Also keinen Ehrgeiz aufbieten. Doch so ist es nicht. Die Bibel lehrt, dass wir ein ausgeglichenes Leben führen, es uns gut gehen lassen sollen. Es gibt für alles seine rechte Zeit. Eine Zeit zu lernen, eine Zeit zu arbeiten und eine Zeit zu feiern. Daraus können wir entnehmen, dass wir NICHT nur arbeiten und nicht nur feiern sollen. Alles eben zu … genau … seiner Zeit!

Noch etwas sticht ins Auge. Es ist nicht nur gesagt, dass man selbst nicht zu viel feiern soll, sondern auch, dass man die Gemeinschaft solcher Menschen meiden solle. Aber das kennen wir ja auch aus dem “Volksmund”, dass man sich von der schlechten Gesellschaft fern halten, sich nicht von anderen verleiten lassen soll. Sie kennen sicherlich auch das Gefühl bei einer Party zu sein und Sie dürfen – z.B. weil Sie der Autofahrer der Runde sind – keinen Alkohol trinken. Wie schnell wird es da fade! Bei den anderen entfaltet sich die bewusstseinsverändernde Wirkung des Alkohols und man selbst kann das meiste, das geschieht, nicht mehr lustig finden. Man neigt dann dazu, selbst etwas zu trinken. Und, wer kann schon immer widerstehen, wenn er sich dauernd in Gesellschaft von nur mehr Party machenden Menschen befindet? Der Weg scheint vorgezeichnet!

Geht es doch ums liebe Geld?

Was aber fast untergeht bei all dem und jedenfalls einen interessanten Aspekt darstellt, ist der Zweite Teil dieses Verses. Die Sprüche stammen vom (auch Menschen, die mit der Bibel nichts anzufangen wissen) bekannten und weisen König Salomo (ja, der mit dem salomonischen Urteil). Also, dieser weise König hat auch diesen Spruch verfasst. Und das verwunderliche ist nun, dass es hier plötzlich ums Geld geht. Dieser weise Mann soll uns also auch im Umgang mit Geld Ratschläge erteilen, denn weniger die Gesundheit steht hier im Mittelpunkt. Nein, der schnöde Mammon: Wer zu viel feiert, gibt dafür eine Menge Geld aus und verwahrlost. Wie bereits oben angeführt, hat man immer im Kopf, dass die Bibel eher anderes meint. Aber nein, der weise König macht sich Sorgen um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stellung. Interessant, oder?

Wenn man dieses Thema weiter fasst und sich mit dieser Fragestellung der Bibel nähert, so erkennt man, dass sie voller solcher Stellen ist; also Stellen, wo auf die Wichtigkeit des Geldes bzw. auf den Umgang mit ihm, hingewiesen wird. Die Bibel sagt uns, dass Geld per se nicht schlecht ist. Auch der Besitz von Geld ist nichts schlechtes, ja selbst reich sein ist nicht grundsätzlich schlecht oder verwerflich. Vielmehr kommt es darauf an, was man damit macht, wie man mit seinem Geld, seinem Besitz, seinem Reichtum umgeht. Hätten Sie das gedacht? Die Bibel als Ratgeber in Sachen Geld, als Moneycoach? Nö, oder?  Überraschung gelungen?

Aus der Bibel lässt sich vieles herauslesen, was selbstverständlich auch heute noch unser tägliches Leben betrifft. Da Geld unser tägliches Leben wie kaum etwas anderes beeinflusst und betrifft, ist es nur zu verständlich, dass man auch etwas über das Geld herauslesen kann. Ja, da es so wichtig ist, muss man es sogar erwarten! Und natürlich lässt uns die Bibel hier nicht im Stich, sie ist ja die Anleitung für uns Menschen. Wir können also erwarten, in der Bibel die Antworten zu finden, wenn es um Fragen des vernünftigen, verantwortungsvollen (also biblischen) Umgangs mit Geld geht; für jeden einzelnen und auch für die Allgemeinheit.
Dieser Kerngedanke war es auch, der mich dereinst motivierte, diese Seite zu erstellen und den Verein WirtschaftsGott zu gründen. In den kommenden Artikeln will ich daher etwas mehr auf dieses Thema eingehen, denn ich meine, es wird zu wenig gewürdigt und erlaubt einen neuen Blick auf die Bibel. Einstweilen wünsche ich Ihnen

Gottes reichen Segen

 

Wirtschaft$Gott

 

 

 

Fotocredits:
übermäßiger Alkoholkonsum: Gerd Altmann, pixelio.de
Geldverschwendung: Margot Kessler, pixelio.de 

 

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2 Antworten auf "Feiern führt in die Armut!"

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