Versuchung, Gier und die gute Gelegenheit

Versuchung, Gier und die gute Gelegenheit oder der Tanz um das Goldene Kalb.

Oder wie wär's damit: Jemand hat beim Geldautomaten Geld vergessen. Mitnehmen oder bei der Bank melden? Was soll man tun? Eine moralische Zwickmühle. Während die einen sofort sagen, dass sie diese gute Gelegenheit wahrnehmen wollen und müssen, sehen es andere komplett konträr. Sie würden das Geld zurückgeben, denn was kann ihrer Meinung nach derjenige dafür, der es vergessen oder verloren hat? Wenn Sie auch nicht selbst in der Situation sind, so können Sie sich sicherlich in sie hineinversetzen.

Dies ist nur eine sehr einfache Sichtweise auf die Gier, die sich einem auftun kann, wenn man mit Geld zu tun hat. O ja, glauben Sie mir, Ihr Wirtschaft$Gott kennt sich mit dieser Seite der Medaille – leider – sehr sehr gut aus. Die Gier nach Geld, also die gemeine Geldgier, ist eine weit verbreitete Krankheit. Egal in welcher Größenordnung. Ob es der kleine Mann oder der große Manager ist, jeder ist von der Gier nach Geld getrieben. Gerade in den letzten Jahren der Globalisierung hat diese Krankheit epidemische Auswüchse angenommen. Was dem Manager das Gieren nach höheren Boni ist Otto Normalverbraucher die Suche nach dem nächsten Schnäppchen. Geiz ist geil. Welch idiotischer Spruch, wenn man ihn zu Ende denkt, oder? Doch lassen wir das mal beiseite, es würde zu weit führen.
Gier ist eine starke Triebfeder, das hat uns Oliver Stone schon 1987 sehr schön mit seinem Film Wall Street vorgezeigt.

 

Wohin die Gier und das Verhalten Geckos führten ist bekannt.

Macht Gelegenheit Diebe?

Das einleitende Beispiel … gehören Sie zur ersten Gruppe, also derjenigen, die sich freut und das Geld nimmt, oder zählen Sie sich eher zur zweiten Gruppe? Die überwiegende Mehrheit würde das Geld nehmen, wenn Sie zur zweiten Gruppe gehören, dann können Sie sich auf die Schulter klopfen. Genau so sollte man reagieren. Doch, wie sieht es aus, wenn da nicht 100 Euro, sondern 100.000 oder gar 1 Mio. Euro liegen? Greifen Sie da nicht auch zu? Nur ein paar Scheine, wird schon niemandem auffallen? Seien Sie ehrlich zu sich selbst, es wird niemand erfahren, wirklich! Könnten Sie wirklich so einer Versuchung widerstehen? Einer Versuchung, die angeborene Gier eines jeden Menschen zu befriedigen, denken Sie an die gute Gelegenheit. Kommen Sie, Ehrlichkeit währt am längsten …
Na eben, wusste ich doch, sie haben einfach Ihrer menschlichen Natur nachgegeben. Sie sind in bester Gesellschaft, kein Grund sich zu grämen, aber jedenfalls ein Grund, einmal darüber nachzudenken und eventuell Aktionen zu setzen, denn vielleicht, ich meine, nur vielleicht könnte sich in Ihrem Leben und in Ihrem Umfeld einiges verändern. Zum Besseren natürlich. Was dachten Sie denn?

Money matters!

Wenn Menschen nur mehr das Geld vor Augen haben, muß es fast zwangsläufig zu Korruption, Bestechlichkeit, Unterschlagung, ja sogar zu Verrat auch von Freunden kommen, wenn damit nur das eigene Konto aufgebessert werden kann. In einer solchen Welt bleiben Rücksicht und Nächstenliebe ebenso auf der Strecke wie die Liebe zur Wahrheit oder zu Gott. Eine schreckliche Welt tut sich auf, in der man niemandem mehr trauen kann, denn er könnte in einem selbst nur mehr das Geld sehen, das zu verdienen er sich entschlossen hat. Eine traurige Welt, oder? Nur, wie verschieden ist diese zu der Welt, in der Sie leben?

Gerade eben haben wir 20 Jahre deutsche Einheit gefeiert. Wie sehen wohl unsere Freunde aus der ehemaligen Zone das Thema Korruption, Bestechlichkeit und vor allem Verrat? Ich sage hier nur Stasi! Es muss ja nicht immer nur Geld sein, das als Anreizsystem verwendet wird. Es können auch Macht, Angst oder die Einräumung von Privilegien als Incentive dienen. Wiederum, unsere Brüder im Osten können ein Lied davon singen und auch unsere Eltern- und Großelterngeneration, die das NS-Regime noch erlebten.

Das Gute gewinnt

Kennen Sie das auch, das Gefühl, dass das Böse zwar sehr lange seine Hochphase hat und die Menschen, die Böses tun auch recht gut leben? Aber langfristig siegt das Gute, oder? Es mag lange dauern, bis es so weit ist, aber am Ende siegt es eben, haben Sie das nicht auch schon so erfahren? Gut, manchmal, ganz ganz selten, ist das nicht der Fall. Doch langfristig, seien Sie versichert … das Gute siegt, wenn nicht in dieser Welt, dann eben erst vor Gottes Richtstuhl.

Das ist, wenn Sie mich fragen, eines der Dinge, über die sich Gott uns offenbart, also zeigt. Gott läßt das Böse nicht ewig währen. Wobei, ich will hier keine falschen Vorstellungen produzieren: Es ist keineswegs so, dass ein gläubiger Christ von Gott mit Reichtum und Schutz vor Bösem überhäuft wird, er also tun und lassen kann was er will, da Gott für ihn zur Not die Kohlen aus dem Feuer holt. Nein, ein Leben, das man Jesus Christus überantwortet, ist schwierig und keinesfalls ist es sicher, es ohne Probleme und Leid zu überstehen. Aber es macht glücklicher, da man den Sinn des Lebens begreift und es reduziert erheblich die Wahrscheinlichkeit Böses zu erleben. Das Gute gewinnt, also muß das Böse verlieren. Und Gott persönlich sorgt dafür, dass es so ist.

Das Goldene Kalb

Wer kennt nicht den Ausdruck "ums Goldene Kalb tanzen". Das dieser Ausdruck seinen Ursprung in der Heiligen Schrift hat, daran denken die wenigsten. Mose war auf dem Berg Sinai und erhielt von Gott die Zehn Gebote. Sein Bruder Aaron wartete mit dem ganzen Volk Israel, das die beiden aus Ägypten heraus führten, am Fuß des Berges. Aaron hatte ein goldenes Kalb gegossen, das das Volk als Götze anbetete. Gott schickte Mose vom Berg herunter um nach dem Volk zu sehen, da es sich von ihm ab und dem Kalb zuwandte. Dort sah er sie alle um das Goldene Kalb tanzen und ihm Ehre und Respekt darzubringen.
Doch der Herr hat sie bestraft, alle die tanzten und dem falschen Gott anhangen wurden getötet. Hier ist der ganze Bibeltext zum Nachlesen.

Und, was soll ich schon daraus lernen können?

Mit Fug und Recht kann man nun fragen: Was hat das ganze mit diesem Thema zu tun? Mehr als Sie vielleicht auf die Schnelle ahnen. Diese Geschichte von Mose, der um etwa 1300 v.Chr. lebte, zeigt uns nur zu deutlich, dass die Menschen schon immer dazu neigten, sich von Gold bzw. Geld verführen zu lassen. Stellen Sie sich nur mal die gesamte Dimension dieser Geschichte vor: Das Volk Israel, von Mose mit Gottes Hilfe aus Ägypten herausgeführt, das miterlebt hat, wie nur ihre Kinder überlebten, wie das Meer geteilt wurde, durch das sie trockenen Fußes gingen, diese Menschen sagten ihrem Gott ab. Vor kurzer Zeit noch haben sie alles am eigenen Leib erfahren.
In welch bevorzugten Lage waren diese Menschen doch! Sie sahen Gottes Handeln unmittelbar, erlebten seine Größe in nie mehr wiedergekehrtem Umfang. Und dennoch. Sie wandten sich ab. Sie gossen sich einen Götzen, einen Abgott, dem sie huldigten. "Nach Golde drängt, am Golde hängt" sagt Margarete in Faust I und man kann's wohl nicht besser sagen. Der Mensch kehrt sein böses nach außen und drängt unweigerlich dem Gelde nach.
So unmittelbar wie sie Gottes Wundertaten erlebten so unmittelbar kam auch die Strafe Gottes. Wir können also davon ausgehen, dass wir von Gott bestraft werden, wenn wir durch Versuchung, Gier und gute Gelegenheiten dem Gelde nachhecheln und die Früchte dieser Art erben: Korruption, Bestechung, Unterschlagung und Verrat.

Diese Geschichte setzt uns einen Spiegel vor und zwingt uns über unsere Prioritäten nachzudenken:

  • Wem schenken wir unser Vertrauen?
  • Woran hängen wir unser Herz?

Gott oder Gold? Der Apostel Paulus erklärt uns, dass glauben vertrauen heißt. Somit: Wem schenken wir unseren Glauben? Gott oder Gold? Woran unser Herz hängt, danach streben wir. Streben nach Gott oder nach Gold? Werden wir wirklich glücklicher, wenn wir nach Gold streben? Erkaufen wir uns nicht eine Scheinwelt?

Wie drückte es unser Herr Jesus Christus in der Bergpredigt aus:

Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen. Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben. (Matthäusevangelium 6,24)

Man kann nicht durch Geld glücklich werden. Man kann sich ein Stück Glück und Liebe kaufen … aber wie echt ist Prostitution? Und ist denn ein solches Leben, in dem man sich Glück und Liebe kaufen kann, nichts anderes als ein Freier bei der Hure? Am Ende siegt das Gute, warum also nicht bereits von jetzt an dabei sein, denn durch Gier der Versuchung nachgeben und die gute Gelegenheit auszunutzen ist der falsche Weg und führt uns in die Irre meint

Ihr

Wirtschaft$Gott

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8 Antworten auf "Versuchung, Gier und die gute Gelegenheit"

  • Skipfly8 says:
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