Jan 13
14
Wir stehen also am Beginn des Jahres 2013, des ’13er-Jahres. 13 als Zahl des Unglücks? Nun, wer weiß?
In Österreich sollen wir am 20. Jänner darüber entscheiden, ob wir für unsere Landesverteidigung weiterhin auf die Wehrpflicht setzen oder auf ein Berufsheer umstellen sollen. Der Weg dorthin … ich will gar nicht daran denken. Und erst die Diskussion darüber. Sie entblößt vollkommen die Unreife unseres Systems und die Unreife unserer Demokratie und vor allem : Unsere Unreife als Wahlvolk.
Es stellt sich somit die Frage: Sind wir überhaupt reif für Demokratie? Denn die Diskussion ist kein Beleg dafür! Es gibt keine INFORMATION, also was bringt und kostet das eine System, was das andere. Es wird nur Polemik gemacht und die Abstimmung als Test für die anstehenden Wahlen in diesem Jahr genommen. Armselig. Eine solche Frage kann aber keine Entscheidung rot oder schwarz, grün oder blau oder welche Farbe auch immer sein. Es sollte eine Entscheidung sein, die jeder nach bestmöglicher Information treffen sollte. Doch wer ist schon informiert.
Dies bedenkend, ist mir der heutige Leitartikel von Peter Rabl im Kurier vors Auge gekommen. Wirklich, denn es ist das erste Mal seit Monaten, dass ich den Kurier gelesen habe. Jedenfalls, in seinem Artikel “Bittere Wahrheiten beenden Illusionen” vertritt Rabl die Meinung, dass wir uns in einer Scheindiskussion verheddern, während im restlichen Europa langsam aber sicher die Probleme durch die Sparprogramme der vergangenen Monate und Jahre sichtbar werden. 25% Arbeitslosenquote in den Südstaaten, das Doppelte bei deren Jugendlichen. Wenn nichts unternommen wird, kommt eine ganze Generation hoffnungsloser junger Menschen nach. Was wird diese Zeit bringen? Welche Instrumente könnten wir dagegen in Stellung bringen?
Alles in allem kann man das mit vier Wörtern umreißen:
Was aber, wenn der Mensch keine Hoffnung mehr hat. Welchen Sinn hat das Leben dann noch? Gut, die Frage nach dem Lebenssinn ist überhaupt eine sehr schwierige und die würde uns hier zu weit führen; und sie wurde an anderer Stelle schon thematisiert (siehe die 6-teilige Serie, die hier startet). Hoffnungslosigkeit ist das schlimmste, was einem Menschen passieren kann. Denken Sie mal, wenn Sie keine Hoffnung haben können, dass Ihre Lage sich verbessert, welchen Antrieb haben sie, etwas zu tun? Man ergibt sich in Selbstmitleid und harrt der Dinge, die ohnedies nur schlechter werden. Man entwickelt eine desperate Einstellung. In Wien sagt man so schön “Verkafts mei G’wand, i foa in Himml” (also: “Verkauft meine Kleidung, ich sterbe”). Ausdruck dessen kann eine Steigerung der Konsumausgaben sein. Man geniesst jetzt noch, warum auch warten, es wird ja ohnedies schlimmer. Das gerade zurückliegende Rekord-Weihnachtsgeschäft könnte man so interpretieren.
Sieht man es politisch und ökonomisch liegt viel Wahrheit darin. Auch am Ausblick der Hoffnungslosigkeit. Denn was auch immer getan wird, es wird im Moment nur schlimmer. Spart der Staat, bekommt jemand weniger. Es ist ja alles im Gleichgewicht. Gibt der Staat mehr aus, kann ein anderer weniger ausgeben. Alles ist im Gleichgewicht und die verwendeten Rezepte führen in eine Sackgasse. Man lese Rabls Leitartikel und hoffe dann, dass er mit seiner Schlussthese nicht recht behalten wird: 1913 haben auch alle genossen und von Frieden gesprochen, es war das letzte Vorkriegsjahr.
Wenn Hoffnung fehlt, dann berühren wir einen der drei Kernthemen des Christentums:
Ist man Christ, so hat man Hoffnung. Man weiß, dass das Leben im Hier und Jetzt nicht alles ist. Man weiß, dass es noch “etwas” gibt und somit verzweifelt man auch in der misslichsten Lage nicht. Das ist sicherlich der Grund, warum bei Fragen nach dem Glück Menschen aus armen Ländern oft dermaßen weit vorne liegen (man sehe sich die Liste der top-platzierten Länder an … und staune: Panama, Paraguay, El Salvador und Venezuela sind die ersten vier. Mal ehrlich, möchten Sie in einem dieser vier Länder leben? Deutschland und Österreich befinden sich um guten Mittelfeld von 148 Ländern). Der Glaube der Menschen, auch und gerade in armen Ländern, hilft Ihnen und schenkt ihnen Hoffnung. Diese Hoffnung ist es, die sie resistent gegen die Mühsal des Alltags und die Unzulänglichkeiten des Lebens macht, die es ihnen erlaubt, die angenehmen Seiten des Lebens zu geniessen und die negativen auszuhalten und nicht zu sehr auf die Seele wirken zu lassen. Hoffnung als Schutzlack für die Seele. Interessanter Gedanke!
Der Lehrtext der Tageslosung vom 13. Jänner 2013 ist diesbezüglich wegweisend. Ich zitiere aus der Basisbibel:
Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben nur um eine Stunde verlängern? Wenn ihr nicht einmal so eine Kleinigkeit fertigbringt, warum macht ihr euch Sorgen um all die anderen Dinge?
Lukas 12,25.26
Heißt das nun, wir brauchen uns keine Sorgen zu machen? Heißt das, es ist egal, ob wir eine Hoffnung auf einen Job haben? Darauf kann es nur eine typische und klare österreichische Antwort geben: Jein.
Vieles kommt oft anders als man denkt und weiß. Und natürlich ist es schwierig für einen Arbeitslosen, ihm zu sagen, er solle sich nicht sorgen. Es wird schon besser. Doch wenn man davon überzeugt ist und fest im Glauben steht, wird es auch besser. Ganz bestimmt. Glauben Sie mir bitte, ich weiß, wovon ich spreche. Natürlich wird es nicht besser, indem man sich zurücklehnt und wartet, dass Er es für einen regelt. Er hilft und unterstützt uns, er gibt uns Liebe und Hoffnung, wenn wir nur glauben. Und alles zusammen, unser Einsatz, Glaube, Liebe und Hoffnung lassen uns die ärgsten Dinge überwinden und geben uns zumindest die Chance, stärker aus Krisen hervorzugehen.
Sorgt Euch nicht, habt keine Angst vor der Zukunft. Seid Euch sicher, der Herr ist mit uns:
Denn ich, der Herr, bin bei euch, um euch zu helfen.
Jeremia 30,11
Und wenn dem so ist, wir also das glauben und danach leben, dann hat Er noch eine tolle Zusage für uns parat:
Jesus antwortete: “Was für Menschen unmöglich ist, das ist möglich für Gott.”
Lukas 18,27
Halten Sie es für übertrieben und für religiöse Spinnerei. Aber wenn wir ehrlich sind: Was können WIR in der Situation machen? Was können WIR beeinflussen? Können Sie persönlich etwas dagegen tun, ob es ein neues Sparpaket gibt? Ob diese oder jene Massnahme der Regierung umgesetzt oder verhindert wird? Vielleicht, jedenfalls in ganz seltenen Ausnahmefällen gelingt so etwas.
Aber was wir ganz bestimmt beeinflussen KÖNNEN, was IMMER gelingt und was uns daher helfen kann: Unsere eigene Einstellung zu verändern. Unsere eigene Art zu denken. Unser Glaube. Glauben wir, sind wir nicht allein und finden Hoffnung. Dann sind wir nicht mehr hoffnungslos und laufen nicht Gefahr den Halt unter den Füssen zu verlieren. Dann wird 2013 sicher nicht das letzte Vorkriegsjahr werden. Es liegt an uns selbst, an Ihnen, welchen Weg Sie gehen wollen. Sie müssen nur eines tun: Sich entscheiden. Lassen Sie sich entmutigen oder glauben Sie mutig?
Viel Spaß beim Nachdenken und hadern mit dem Gelesenen meint
Ihr
Wirtschaft$Gott
Bildnachweis:
Rainer Sturm, pixelio.de
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Offensichtlich ist es nicht so einfach, die Wahrheit zu sagen. Natürlich vor allem dann, wenn sie unangenehm ist. Aber in der heutigen Zeit, wo fast alles einfach geprüft werden kann? Warum sagt ein Minister nicht die Wahrheit und leugnet bis zum Schluss die Plagiatsvorwürfe? Warum leugnet ein Bundespräsident bis zum Schluss? Und schließlich kommen alle doch mit der Wahrheit heraus.
Der Herr antwortete mir: “Wenn du anderen Sinnes wirst und zu mir zurückkommst, will ich dich wieder in meinen Dienst aufnehmen. Wenn du keine unwürdigen Worte mehr von dir gibst, sondern nur noch Worte, die es wert sind, ausgesprochen zu werden, darfst du weiterhin mein Bote sein. Dann werden alle, unter denen du jetzt leidest, auf dich hören. Du selbst sollst dich aber nicht von ihnen beeinflussen lassen!”
Jeremia 15,19
Jeder kennt den befreienden Moment, wenn man mit der Lügerei aufhören kann, aber warum tun wir uns das ganze überhaupt an? Warum glauben die “Mächtigen” der Welt, dass sie uns anlügen müssen und auch können? Und, was hat das mit der Kreditklemme zu tun?
Es ist wieder mal so weit, der 24. Dezember ist da und wir feiern endlich Weihnachten. Die nervigen Weihnachtssongs, die uns die letzte Zeit schon begleitet haben, werden langsam aber sicher verstummen und der Stress legt sich. Man schlägt sich den Bauch voll, und hofft, wenigstens etwas bis zum nächsten Verwandtenbesuch verdaut zu haben.
Weihnachten das Fest des Konsums (die Wirtschaftsforscher freuen sich über neue Einkaufsrekorde), des Zusammenseins mit der Familie, des vielen Essens, des Schenkens und Beschenkt werdens … aber da war ja noch was? Warum feiern wir dieses Fest eigentlich?
Unser Gott, der größer ist als alles nur denkbare hat sich so klein gemacht, dass er als Mensch zu uns kam und letztlich wie ein gemeiner Schwerverbrecher starb. Die Geburt dieses Mannes, also Jesus, feiern wir dieser Tage. Vergessen wir das nicht bei all dem Trubel!
Weihnachten ist Seine Geburtstagsfeier, lassen wir ihn also auch mitfeiern!
In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen ein besinnliches und fröhliches Weihnachtsfest, … und eine tolle Geburtstagsparty!
Happy Birthday Jesus!
Bild:
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Der Advent steht vor der Tür und man ist wieder auf der Pirsch nach Weihnachtsgeschenken. Es muss was tolles sein, denn man will ja nicht als Schnorrer da stehen, der nichts kauft oder bestenfalls nur etwas günstiges. Die anderen sollen ruhig sehen, und was man hat und, viel wichtiger, was man sich leisten kann. Man denke nur an die Werbung einer Bank vor einigen Jahren “mein Haus, mein Auto, mein Boot”. Andere zu beeindrucken, andere klein zu machen, sich herausstreichen scheint das wichtigste zu sein.
Der heutige Vers stammt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper:
Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Denkt nicht nur an eure eigenen Angelegenheiten, sondern interessiert euch auch für die anderen und für das, was sie tun.
Philipper 2,3.4
Nov 11
15
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Wieder eine Geschichte von Marta und Maria, die uns einen Fingerzeig gibt, auf was es ankommt. Es ist so anders als man es vermuten würde!
Da nahm Maria ein zwölf Unzen fassendes Fläschchen mit kostbarem Nardenöl, salbte Jesus mit dem Öl die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Der Duft des Öls erfüllte das ganze Haus. Da sagte Judas Iskariot, einer seiner Jünger – der, der ihn später verriet: “Dieses Parfüm war ein kleines Vermögen wert. Man hätte es verkaufen und das Geld den Armen geben sollen.”
Johannes 12,3-5
Die fleißige Marta bewirtete natürlich die Gäste während Maria (wieder!) zu Jesu Füßen saß. Sie schüttet immens kostbares Öl über seine Füsse und Judas, der “Finanzminister” der Jünger, regt sich zu recht auf. Mit dem Verkaufserlös des Öls wäre vielen Menschen geholfen. Kriegt Maria jetzt ihr “Fett” ab? Man stelle sich das vor, Marta wird sicher vom Herd aufsehen und in sich hineinlachen. “Jetzt hat sie es aber übertrieben, die Streberin. Ha!” Mal sehen …